Härtefall

Wussten Sie schon? Patienten mit geringen Einkommen werden bei gesetzlichen Krankenkassen zu sogenannten Härtefallpatienten gerechnet. Darunter fallen Studenten, Patienten mit einer geringen Rente oder Patienten die teilweise arbeiten bzw. arbeitslos sind.

Wenn es um Zahnersatz geht, gibt es für jede Gebiss-Konstellationen eine gesetzlich festgelegte Regelversorgung.

Härtefallpatienten erhalten für diese gesetzliche Regelversorgung einen Zuschuss von 100%. 

Das bedeutet: Härtefallpatienten haben keinen Eigenanteil bei Zahnersatz, wenn es um die Regelversorgung geht.

Zu diesen Versorgungen gehören auch Zahnkronen und festsitzende Brücken.

Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die kompletten Kosten für Ihren Zahnersatz. 

Der entscheidende Punkt hierfür ist das Bruttoeinkommen des Patienten.

Zur vollen Übernahme aller Kosten der Regelversorgung ist die gesetzliche Krankenkasse bis zu folgenden monatlichen Einkommensgrenzen gesetzlich verpflichtet:

 

Anzahl der Personen im Haushalt Einkommensgrenze in €

1 Person

(z.B. Alleinstehende/r)

1162,00€

2 Personen

(z.B. Ehepartner oder Mutter/Vater mit 1 Kind

1595,75€

3 Personen

(z.B. Ehepartner mit 1 Kind)

1888,25€

Jede weitere zusätzliche Person

(z.B. ein weiteres Kind oder die zu versorgenden Großeltern)

zusätzlich 290,50€ zu dem oberen Betrag

 

In einigen Fällen überschreitet das Bruttoeinkommen knapp diese Grenzen. Hier gibt es jedoch eine gesetzliche Sonderregelung:

Der Eigenanteil des Patienten darf maximal in Höhe der dreifachen Summe der Überschreitung liegen.

Beispiel: Sie liegen mit Ihrem Einkommen 10€ über der Härtefallgrenze. Dann übernimmt Ihre Krankenkasse den kompletten Eigenanteil für die Regelversorgung Ihres Zahnersatzes bis auf 3 x 10€ =30€.

 

Wir beraten Sie gerne.